Born and Raised in Accra

Exposé


Born and raised in Accra


Regie: Jonas Geisler

Sprache: Englisch

Genre: Dokumentarfilm

Länge: ca. 25 min

Dieser Dokumentarfilm widmet sich dem alltäglichen Leben der Straßenkinder in Accra, und zeigt auch, wie ihnen geholfen werden kann.

Ghana ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ein eher wohlhabendes Land. Offiziell haben die Bürger ein Recht auf politische Mitbestimmung, auch der Wohlstand im Land nimmt zu. Doch in der Praxis spüren davon die wenigsten etwas. Viele Familien sind weiterhin Opfer der extremen Armut, und besonders die Kinder leiden darunter. Der Film wird sich auf die Straßenkinder fokussieren.

Für diesen Film arbeiten wir mit Louis Wonder von der Univeral Wonderful Street Academy in Accra zusammen. Die Academy ist eine kostenlose Schule für Kinder, die obdachlos in den Straßen der Hauptstadt leben. Accra ist mit 1,6 Millionen Einwohnern eine sehr große Stadt. Hier mischen sich wohlhabende Viertel mit Gegenden, in denen die Menschen nicht einmal sauberes Trinkwasser haben. Die Street Academy befindet sich inm Fishermen Village, einem der ärmsten Viertel der Stadt. Hier ist auch Louis, der Gründer der Schule, als Straßenkind aufgewachsen. Viele Familien hier haben mehr Kinder, als sie versorgen können, und deshalb leben gerade die Kinder häufig auf der Straße. Nur sehr selten schaffen sie es, dieser Situation zu entkommen. Louis Wonder hat es geschafft, als Musiker in Ghana Geld zu verdienen, sodass er nun in der Lage ist, die Kinder seines Viertels zu unterstützen. Er hat die Universal Wonderful Street Academy gegründet, in der zur Zeit circa 200 Kinder lernen. Sie bekommen hier Essen und medizinische Versorgung, und vor allem eine kostenlose Schulbildung. Auf diese Weise können zumindest ein paar Kinder später studieren und das Viertel verlassen.

Für das Filmprojekt dürfen wir für insgesamt sechs Wochen in der Schule wohnen und filmen. Unser Ziel ist es, einen Film zu drehen,  der das Viertel und die Straßenkinder vorstellt. Ich möchte gern vor Ort zwei oder drei Kinder filmisch begleiten, die auf der Straße leben und in der Academy unterrichtet werden. So bekommen die Zuschauer auch einen Einblick in die Schule, aber am wichtigsten ist, das authentische Leben im Armenviertel einzufangen. Die Zuschauer sollen zu den Hauptcharakteren während des Films eine Beziehung aufbauen, sodass sie die Situation in Accra und Ghana berührt und aufmerksam darauf macht, wie anders die Menschen in den Ländern leben, die von uns so weit entfernt sind. Die wenigsten Menschen waren schon mal in Ghana, oder einem anderen armen afrikanischen Land, und deshalb halte ich eine unverfälschte Erzählung über den afrikanischen Alltag (mit Hinblick auf Lösungen wie die Academy) für sehr wichtig.